Holz als Energieträger
In Deutschland gibt es etwa 14 Milionen Kamine/Kachelöfen und etwa 1 Million Holzzentralheizungen. Deutlich über 50 % der erzeugten Wärme aus erneuerbaren Energien werden mit Holz erzeugt. Totes Holz im Wald ist ein wichtiger Lebensraum für viele Insekten- und Pilzarten. Außerdem dient es nach dem Zerfall als Dünger für den Waldboden. Es ist daher wichtig, dem Wald nicht zu viel Totholz zu entziehen.
Holz ist der älteste Brennstoff der Menschheit. Brennholz hat als nachwachsender Rohstoff gegenüber fossilen Energieträgern (wie Erdöl, Kohle, Erdgas) den Vorteil, dass es CO2-neutral verbrennt, da die Menge an freigesetztem Kohlendioxid der Menge entspricht, die der Baum während der Wachstumsphase der Luft entzogen hat.
Damit das Verbrennen von Holz klimaneutral/co2-neutral gelingt, müssen jedoch zahlreiche Voraussetzungen erfüllt sein. So müssen für einen gefällten und verbrannten alten Baum eine große Anzahl junger Bäume gleichzeitig wachsen, um dieselbe Menge an CO2 zu binden, die der alte Baum beim Verbrennen freigibt. Bei der Klimabilanz von Brennholz müssen außerdem Emissionen berücksichtigt werden, die bei Holzernte, Transport und Bearbeitung entstehen.
Unter Berücksichtigung all dieser Faktoren kann Holz entnommen und verarbeitet werden.
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